die, die das Wasser liebt
Sonntag, 19. November 2017
Reiches Erbe
Meine Tante schlägt die Zeitung auf und bittet mich vor zu lesen.

Ein Artikel informiert über einen Brand in einem Krankenhauszimmer. 25 Menschen betroffen, ein Schaden von 25.000 Euro. Die Kripo hat ermittelt und in dem Zimmer, in dem das Feuer ausbrach, einen Abschiedsbrief gefunden. Diese Info steht aber nicht in der Zeitung - meine Mutter hat es mir erzählt.

Die Kripo geht von einem Selbstmord Versuch aus. Die Patientin wird eh bald sterben.

Woher ich das alles weiß?! Die Patientin ist meine krebskranke Tante.
......

Ich schaue auf das große Stück Land, das sich bis zum nächsten Dorf erstreckt. Es ist ein bisschen wie bei König der Löwen.

Das ganze Land gehört meiner Familie.

Und wenn ich das so bescheuert sagte hat das Einen Grund. Das ganze fucking Bauland ist ne halbe Millionen Euro wert.

Ui.

Alle Erben werden in Kürze eine beträchtliche Summe erhalten. Hat deswegen mein Onkel meinen Bruder und mich zum Gespräch zu sich nach Hause eingeladen?

....
Meinen Vater wird das ganze Geld sicherlich total freuen.
Meine eine Tante (größter Erbanteil) wird dann "reich" sein, sagt meine andere Tante.

.......

Beide Neuigkeiten verwundern mich zugleich. Ohne Wertung. Nur Überforderung


Mein Leben ist wie ein Film. Und ich mag den Film nicht :/

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Montag, 13. November 2017
Stolze Putzfrau?
Mega viel im Kopf gerade...
...gehe wieder mehr aus..treffe neue Leute usw.

Aber über das Thema möchte ich heute nicht schreiben.
Es geht mir jetzt gerade, in meinem Kopf Chaos, um die Herkunft.


Ich sitze im überfüllten Zug direkt vorm Klo auf dem Boden.
Könnte man eklig finden, mir ist es aber egal.
Typisch... ich sitze auf dem ekligen Boden... gehöre ich dahin?

"Du bist nicht deine Mutter!"
Der Satz hallt in Endlosschleife in meinem Kopf nach.

Meine Mutter ist "nur" Putzfrau. Obwohl sie den Begriff absolut nicht mag.
Ich denke nach... wieso stört es mich so sehr, dass meine Mutter eine Reinungskraft ist, aber nicht dass die Mutter einer guten Freundin genau das Gleiche macht?

Ich frage meine besagte Freundin, wie sie zu ihrer Mutter bzw den Job ihrer Mutter steht.
Früher sei es ihr auch peinlich gewesen und sie habe (so wie ich) geflunkert. Was aber immer raus kam und sie noch blöder rüber kam.

Heute würde sie das immer direkt so sagen.
Nur die Gute studiert auch einen total "freundlichen" Studiengang...so mit Namen tanzen und so.

Also, warum stört es mich so bei meiner Ma, aber nicht bei ihrer?

Ihre Mutter finde ich eigentlich ganz gut. Sehr taff, gerade heraus, etwas zu laute Lache, sehr ehrlich und herzlich.
Ich traue ihr auch viele andere Jobs zu. Hätte sie eine Lehre gemacht, würde sie sicherlich damit klar kommen.

Sie ist eine attraktive, sympahtische und vor allem starke Frau!


Meine Mutter dagegen ist wie ein Häuflein Elend. Dick, ungepflegt und nicht besonders beliebt.
Mit ihrer ekligen und unehrlichen Art kann sie keine Leute halten. Hat sie auch keinen Bock drauf.

Meine Mutter geht putzen, weil sie keine Lust auf etwas anderes hat. Weil sie denkt/ weiß, dass sie eh nichts anderes kann. Außer Haare schneiden/ Dauerwelle. Das hat sie schließlich mal gelernt und macht sie die ganze Zeit nebenbei.

Nur darf ich das Niemanden erzählen, sagt sie. Weil sie keine Probleme bekommen will.

Jedenfalls... hat meine Mutter sich klein gemacht.
Vielleicht stört es mich deshalb so stark?

Ich sehe schon die Kommentare kommen, in denen steht, dass Putzen doch auch ein Job ist. Ein ziemlich harter bla bla bla. Auch ein ziemlich anspruchsloser, den jeder kann.




Ich glaube ich muss einige Dinge akzeptieren/ Einstellung ändern.

Diese Oberbonzen Architekten/ Ärztekinder/ Juristenkinder/ Unternehmerkinder mit viel Bling Bling IST EINFACH NICHT MEINE WELT

Wird sie auch nie sein. Ich passe da nicht rein und gehöre da auch nicht hin. Ich mag diese Leute ja nicht mal.
Also sollte ich einfach versuchen "normale" Architekten o.ä. zu finden.
Um nicht ständig das Gefühl zu haben minderwertig zu sein.


Meine Mudda geht putzen und Haare schneiden. Joa.
Vielleicht muss ich die Einstellung bekommen, dass ICH TROTZDEM gut bin. Egal was die oder mein Spacken Vater so machen.

Dass primär nur zählt, was ich so mache.

Vielleicht muss ich sowas wie mein größter Fan werden (hab einige Videos zum Thema Persönlichkeitsentwicklung und Selbstwert erhöhen angeschaut).

Vielleicht muss ich sagen: Ok das bin ich. Blöde Kindheit, kann passieren. Mutter blöder Job, ok. Aber ICH kann xyz und hab xyz erreicht.
Ich bin trotzdem wer. Jetzt schon. Jemand mit Wert.

Obwohl mir das extrem schwer fällt, mit Erfolg oder sowas anzugeben.



Mein Plan sieht jetzt wie folgt aus:
- Wohngeld beantragen (geht weil ich kein Bafög bekomme und keine Sozialleistungen)
(- 1 Monat Reisen*)
- Werkstudentenstelle suchen
- Kunstgeschichte ausgewählte Kurse besuchen
- vllt ehrenamtlich helfen (dachte da an sowas wie Bahnhofsmission)
- weiterhin viele neue Leute treffen/ kennenlernen (Netzwerk erweitern)
- Wohnung eeeendlich fertig machen
- mich über Master richtig informieren, besonders in Bochum (wurde mir 2x empfohlen)
- wieder zum Sport gehen (um diesen ganzen Stress loszuwerden)

* ich hab Angst zu reisen. Auch wenn ich Geld gespart habe, habe ich Angst vor der nächsten Katastrophe. Keinen Job zu finden, kein Wohngeld zu bekommen, Laptop endgültig kaputt geht und mein handy spackt auch schon länger rum. *arg*

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Samstag, 11. November 2017
Australien?
Viel passiert...Kopf zu voll...übermüdet...verheulte Augen...
---
Schwester einer Bekannten war in Asutralien, Work and Travel.
Bei ihrer Variante muss man nur die Flüge bezahlen + Visum.

Schnell mal nachgeschaut. Ein Working Holiday Visum geht nur bis 30. Ätsch bätsch, zu spät. Hab auch gar keinen Reisepass...

Ich hatte ja beschlossen etwas zu reisen.
Aber müsste ich nach Australien, nur weil sich die Chance bietet?!

---
Kumpel sagt, er fühle sich jetzt zu Hause bei seinen Eltern unwohl, irgendwie komisch.

Seitdem er studieren würde, gäbe es keinen Gesprächsthemen mehr.
Seine Eltern würden seinen Kleidungsstil und eigentlich alles ankreiden.

Immerhin einer, dem es auch so geht.
----
"Du bist nicht deine Mutter!"
Komme gerade von nem Treffen zurück.
Hab da angefangen zu heulen. Ist grad doch ein bisschen viel.

Ich sprach über meine Zweifel, es nicht schaffen zu können. Weil ich so anders bin, als die anderen Studenten, meine Profs usw.

Immer wenn das Thema auf Herkunft und Eltern fällt, bin ich stumm. Und sollte mich schämen.
Da kam der Tipp, mich mehr von meinen Eltern zu distanzieren. Dass ich nicht die bin. Dass ich eigenständig bin.
Dass ich mich nicht schämen brauche und schon viel erreicht habe. Und das zählt.
Dass ich vllt einfach noch weiter reinwachsen muss und mein 2. Studium mir vllt dabei helfen könnte.

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Letzte Aktualisierung: 2017.11.19, 18:14
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Danke für deine...
Danke für deine liebe Worte. Studenten aus bildungsfernen...
by xariellex (2017.11.16, 19:27)
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... alleine statistisch betrachtet, stichst Du ja schon...
by al bern (2017.11.14, 14:02)
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by xariellex (2017.11.13, 21:03)
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Viel passiert...Kopf zu voll...übermüdet...verheulte...
by xariellex (2017.11.11, 15:22)

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