die, die das Wasser liebt
Mittwoch, 11. April 2018
Leben formen
Es gibt Menschen,die werden vom Leben geformt.
Und es gibt Menschen, die formen das Leben.
(Hab gerade Vor-Migräne, deswegen etwas schwer zu schreiben. Ich bitte um Verständnis.)


Das Gute ist, man sieht mir meine Herkunft nicht an und denkt auch nicht "sowas" über mich. Erst recht nicht, wie es um meine Familie steht.

Die hält sich nach wie vor zurück, bzw ignorieren mich.
Also melde ich mich mal ganz selten bei denen, neutral.


Also, ich könnte es doch jetzt so machen, neue Leute wissen ja nicht, wie blöd es mit meiner Familie ist. Ich könnte versuchen das tod zu schweigen. Oder es etwas umschreiben oder so.
(Alles was nicht erzähle existiert quasi nicht!)

Klar, es tut mir immer noch weh, wenn ich z.B den tollen Kuchen einer Freundin zum 30. sehe und an meinen Geburtstag zurück denke, wo es NICHTS gab.
Das Herzblut, die Aufmerksamkeit und Liebe fürs Detail - alles spiegelt sich bei meinen Freunden in kleinen oder größeren Geschenken oder Gesten der Eltern wieder.


Gut, dass habe ich jetzt nicht, werde ich nie haben, aber ich kann ja wenigstens so tun, als ob nicht alles ganz so tod und trostlos wäre.

Vielleicht erzähle ich sogar meinen richtigen Freunden nicht mehr von den Verletzungen meiner Familie. 1. glaubt das eh keiner so richtig, bzw eher an "Versehen" der Familie; 2. sind die davon ziemlich genervt. Nach dem Motto "Die heult eh immer rum."


Wie wäre es diesen Teil ganz winzig klein werden zu lassen, indem ich nicht mehr drüber spreche?

Hat Ostern ja zum Teil auch geklappt. Da war ich 1 - 2 Tage traurig und niedergeschlagen, weil man ja doch irgendwie hofft wenigstens mal frohe Ostern gewünscht zu bekommen, aber danach ging es wieder.


Also der Plan sieht wie folgt aus:

1. nicht mehr über Verletzungen, Fehlverhalten meiner Familie mir gegenüber reden, am Besten gar nicht mehr drüber reden (bei manchen ist es so ne Art Belustigung, 'Was macht die furchtbare Familie jetzt schon wieder Schwachsinniges'?)

2. Verletzungen mit mir selber klären, mich zurückziehen um wieder happy zu sein

3. vorbeugen, Familiefeste irgendwie besser planen
a) an nette Verwandte halten und mit denen was machen
b) selber was Schönes für mich die restlichen Tage machen Bsp Weihnachten, 24. mit Familie (angespannt/ stressig/ unterkühlt; 25. mit Patentante Essen (herzlich, nett, lieb) und am 26. was Eigenes machen wie Kino, geiles Essen zaubern (es sich gut gehen lassen)

4. weiterhin Kontakt zu ätzenden Familienmitgliedern gering halten, vielleicht reicht es schon einmal im Jahr Weihnachten zu feiern, unter meiner Regie, damit es mir wenigstens etwas gefällt

5. Jammerlappen aus der Familie bitten dies zu unterlassen, nicht den Blödsinn anhören, zieht mich nur runter.
Das gilt auch für meine Freunde, ich möchte nicht mehr der Kummerkasten sein.

6. Feiertage generell etwas mehr planen und nicht warten, dass Jemand auf mich zu kommt (was ja nicht passiert, Enttäuschung ist groß). Und selbst wenn es nur ein Saunatag ist oder man fährt Freunde besuchen. Generell sind es aber eigentlich nur Ostern und Weihnachten, die man mit der Familie verbringt, bzw noch Nikolaus.


So, das ist der Plan. Ich werde auch versuchen mich wieder mehr mit positiven Leuten zu umgeben. Wird aber nicht so einfach sein, denn irgendwie trifft man sich ja immer nur, um über seine "Probleme" zu reden?!

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Sonntag, 8. April 2018
Maßstäbe setzen
Ich will weder nach Japan, noch Schafe in Irland hüten, nicht mit dem Rucksack durch Australien reisen. Keine exotisch scharfe Thai-Küche vom Straßenmarkt kosten. Oder durch Reisfelder stapfen.

Das wurde mir alles klar, als ich mit einer Freundin über ihren nächsten Urlaub sprach.
Sie hat eine Safari - ihrem Freund zuliebe- geplant, und jetzt schon große Bedenken!
Auf dem Boden zu schlafen, fänd' sie nicht so witzig oder dreckiges Wasser zu trinken. Was sei erst mit den ganzen wilden Tieren und mit den anderen Menschen?

Da wurde es mir klar, mir geht es ähnlich! Ich hasse Zelten genauso und bin eher ein Mensch der auf Nummer sicher geht.

Es gibt abenteuerliche Menschen, die das Alles lieben, ich bin definitiv nicht so!
Ich mag Sicherheit und bis zu einem gewissen Maß Routine.

Ich bin mit meinem kleinen Spießer Rahmenprogramm sehr zufrieden.

Sprich, 'ne kleine, aber vernünftige Wohnung in guter Lage, in meiner Wahlheimat.
Freunde, mit denen ich was machen kann, die sich aber auch meine Probleme anhören.
Am Kinotag einen Film im kleinen charmanten Kino gucken gehen, weil ich die Atmosphäre dort so gerne mag.
Oder mal 'ne Pommes essen gehen, wenn's besonders sein soll einen Burger aus Biofleisch.

That's it!
Ich muss mich nicht zu den Niagara Fällen reisen oder über die chinesische Mauer laufen um mich selbst zu finden.
Ich bin schon hier angekommen und weiß was mir gefällt und was nicht.

Und mir gefallen eben - für Andere – langweilige Serien, die sonst keiner schaut. Filme, die sonst Alle zu uncool finden. Lese Bücher über Psychologie, Soziologie oder was mir eben gefällt.

Wieso sollte ich mich heute in die Sonne legen, nur um ein tolles Selfie zu machen, wenn ich eh nicht braun werden kann und es mir zu warm ist? Wenn ich keine Freude dabei empfinden kann, lasse ich es einfach.

Ich möchte nach meinen Maßstäben leben und mich deswegen nicht schlecht fühlen.

Mir reicht ein gut bürgerlicher Rahmen, so wie es früher üblich war (jedenfalls bei uns).
Ein kleiner Urlaub, nach Holland, Frankreich, Italien, Spanien oder Mallorca.
Kleidung, die schlicht und einfach ist. Mit besonderen Teilen, für besondere Anlässe.
Mal einen Ausflug machen, Freunde besuchen, in Norddeutschland oder im Süden.

Auch wenn ich älter werde, möchte ich es eigentlich so beibehalten. Übersichtlich und einfach, weil das eher meine Art ist.

Vielleicht wäre mit einem passenden Job wieder eine 2-Zimmer Wohnung möglich. Trotzdem würde ich die wieder über eine Genossenschaft suchen.

Vielleicht ist eines Tages, mit den passenden Leuten, auch ein größerer Urlaub drin. Sofern es dort etwas gibt, dass mich wirklich interessiert.

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Samstag, 7. April 2018
boah, ich hoffe mal, dass ich diesmal länger als 5 Minuten eine Internetverbindung habe.


Ich fühle mich überspannt, gereizt, genervt und müde.

Mir fehlt einfach ein Ort, an dem ich richtig richtig sicher bin.
Ein Ort, wie ein zu Hause, wo ich mich zurück ziehen kann.
Wo man im Garten sitzen kann und ein Buch lesen ohne dabei neben Spritzenpackungen von Junkys zu sitzen.

Großstadt heißt auch, du bist NIE allein. Es gibt so gut wie NIE wirkliche Ruhe.

Du kannst zwar raus fahren, zum Wald, aber selbst da bist du nicht richtig allein.


Mir fehlt es, zu wissen, dass ich noch irgendwo richtig wilkommen bin. Wo ich in Ruhe leben darf, ohne
- mich wie ein Gast zu fühlen, der immer wieder "bespaßt" werden muss oder
- konsequent beoachtet werde (was machst du jetzt? wo gehst du hin?)

Ich bin halt überall nur zu Besuch und nirgendwo zu Hause.

Es wartet kein Kinderzimmer oder Garten, kein Sofa zum lang machen, kein Kühlschrank zum Plündern.

Es wartet auch kein köstlicher Kuchenduft, frischer Kaffee oder tolles Essen auf mich.

Niemand schickt mir Fresspakete zu Feiertagen. Kein Schokonikolaus, nicht mal ne sms.


Und jedes mal, wenn ich zu anderen Verwandten fahre, bin ich ja doch nur in einer Art "Anstrengung" für die, weil man ja als Besuch entertaint werden muss.



Ich bin wieder so dermaßen genervt :/ Ich mag nicht mehr genervt sein, kann es aber auch nicht ändern.

Das Gefühl bleibt, dass ein Teil meiner Freunde sich nur meldet, um mich voll zu heulen.

Heute habe ich einem Freund mal direkt meine Meinung gesagt, als er so von oben herab mit mir gesprochen hat.
Er hat sich zwat entschuldigt, aber mich stört das alles irgendwie so doll gerade.

Als ob sich alles angestaut hätte.


Womit wäre ich glücklicher?
Viel Sport und ein geregeltes Einkommen durch jobben, wäre gut. Für das innere Gleichgewicht.

Ich bin gerade richtig sensibel und leicht zu nerven, finde aber auch keinen Ansprechpartner, der MICH mal stützen oder ausbauen könnte.

Fühle mich so alleine, obwohl ich allein sein mag, fühlt es sich heute eher wie Einsamkeit an.


Mir fehlt diese Nestwärme irgendwie...die Ruhe...ich weiß es auch nicht :/

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Kontrolle
Gestern war ein bisschen Action mit den Uni Mädels geplant.

Leider lief der ganze Abend nicht wie geplant, war aber trotzdem gut.

Die Sache ist halt die, ich habe mich schon seit zwei Wochen auf diesen Tag Gestern gefreut. War ein bisschen arbeiten, um Budget zu haben, um wie einen Tag "Urlaub" mit den Mädels zu verbringen.

Dann kam aber leider alles anders. Die Ankunft verzögerte sich immer mehr, und so wurde es richtig spät. Dann gab es immer wieder so Trödeleien... das Event wurde kein Event mehr, weil wir zu spät da waren und alle Geschäfte bereits geschlossen hatten.

Kein Essen gehen mehr möglich!

Wir zogen weiter, in die Stadt und es war ja auch wirklich ok. Die Stimmung war ausgelassen. Aber es war halt nicht wie ich es mir vorgestellt hatte. (Und trotzdem ziemlich teuer).


Also ich denke, es ist ok, da etwas enttäuscht zu sein.
Aber so geht es mir eigentlich immer, ich habe immer einen Plan.


Wenn ich mich mit einem Freund treffe, will ich dass die Bahnen genau so fahren, wie ich es rausgesucht habe.
Wenn eine Bahn nur 2 Minuten später kommt, ärgere ich mich mega. Dabei sind es nur 2 Minuten.

Wenn dann mein Kumpel auf einmal was ganz anderes machen will, woanders hingehen oder so, ist das wieder gegen meine Planung. Das passt mir nicht so gut.

Besser finde ich es, wenn alles genau mit Struktur verläuft, nur das Leben hält sich nicht gerne an sowas.

Warum plane ich gerne alles bis ins letzte Detail?
Früher, zu Hause, war mein Leben sehr oft chaotisch. Da meine Eltern immer überfordert/ nicht interessiert waren, ging es oft drunter und drüber.

Schulsachen gingen im Haus verloren, ich ging als Kind in Schlafsachen zur Schule oder ohne Zähne zu putzen.

(Mama sagte dann, ich müsse gar nicht mehr zur Schule gehen, wenn ich nicht will. Aber das wollte ich nicht. - Ich glaube sie war einfach sehr einsam und wollte Jemand um sich herum haben, mein Bruder ging dann wirklich nicht mehr zu Schule)


Jedenfalls fing ich irgendwann an, mein Leben selber in die Hand zu nehmen. Ich wollte nicht mehr verschlafen, weil meine Mutter vergessen hatte mich zu wecken. Oder meine Hausaufgaben nicht vollständig zu haben und deswegen Ärger in der Schule zu bekommen.

Also find ich an, Struktur in mein Leben zu bringen.
Ich lernte den Umgang mit Geld durch Sparen. Ich lernte alleine aufzustehen mit einem Wecker. Ich machte mir meine Brote für die Schule selber. Ich setzte mir einen Zeitrahmen, wann ich nach der Schule Zeit zum Essen und Entspannen habe und wann ich mit den Hausaufgaben anfange. In welcher Reihenfolge ich die abarbeite. Wie ich Dinge auswendig lernen kann. Und später organisierte ich noch den Haushalt von Mama, weil sie dazu keine Lust mehr hatte.

All diese Sachen habe ich mir angeeignet. Bis hin zu einem immer gleichen Ablauf morgens, damit alles zur Routine wird und man nicht vergisst sich die Zähne am Ende zu putzen.

Und ich hatte Erfolg damit!
War ich vorher immer eine richtig schlechte Schülerin, weil mein Kopfchaos zu groß war, weil mein zu Hause Chaos zu groß war, hatte ich jetzt endlich eine Art Sicherheit.


Meiner Mutter passte das alles absolut gar nicht. Sie wollte mich morgens wecken, weil sie meinte, dass ich dann noch so lieb zu ihr wäre. Sie verstand nicht, dass ich das alleine hinbekommen musste.

Und so wurde ich mit ca 11 Jahren immer selbstständiger.

Viele meiner Routinen sind bis heute geblieben. Klar, sie wurden geändert oder angepasst, aber ich habe immer noch den immer gleichen Ablauf morgens z.B.

Ein paar Sachen wurden gelockert. Dennoch, ich brauchte immer dieses Gefühl, dass ich wenigstens mein Leben zum Teil selber kontrollieren kann. Weil der Rest davon, alles was meine Familie betroffen hat, so extrem chatotisch und oft scheiße war.


Ich weiß nicht, ob ich mit meinen nun 30 Jahren, das noch ändern kann, bzw will.
Für meine Nerven wäre es ganz gut... und auch jetzt, wo ich quasi gar keinen Kontakt mehr zu meiner Familie habe, gibt es ja kaum noch Drama und Chaos in meinem Leben.

Viellleicht "brauche" ich das Kontrollieren nicht mehr?

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Letzte Aktualisierung: 2018.04.11, 20:49
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