die, die das Wasser liebt
Mittwoch, 1. Januar 2020
ein alter Film
läuft eben im Fernsehn. In petto sind alte Erinnerungen.

Der Film ist laut Internet ein Horrorfilm und kam 1993 raus.
Und ich habe ihn damals gesehen...mit 5 oder 6 Jahren.

Obwohl dieser Film erst ab 12 freigegeben ist. Wir hatten ihn auf Kassette oder so. Der ältere Nachbarsjunge hatte ihn gesehen und fand ihn so toll, glaube ich. Meine Schwester war demnach so 9 oder 10 Jahre alt un der Junge 12 oder 13.

Ich war ein Kindergartenkind.

In der ersten Szene stirbt Jemand. Ich meine mich zu erinnern, wie ich dann den Raum verlassen musste. Nach dem Motto "Die stellt sich wieder an.". Später konnte ich den Film mit den anderen weiter schauen. In den folgenden Todesszenen hielt man mit die Augen zu und erklärte, dass es ja alles ein Film sei und man ja eh keine brutalen Stellen sehen könne.

Ich wiederhole, ich war ein Kindergartenkind.
Und ich hatte schreckliche Alpträume, für sehr lange Zeit.

Welch schwachsinnige Erklärung, selbst heute schaue ich keine Horror Filme, egal ob die blutig sind oder nicht. Der größte Grusel findet doch IM Kopf statt!!


Wie konnten meine Eltern nur so zu mir sein?
Dass ich damals so traumatisiert war, wurde mir erst Jahre später, als ich nochmal in der alten Gegend zu Besuch war und dort schlief. Plötzlich waren die alten Ängste wieder da.
Egal, ob rational oder nicht. Mensch, ein Kind kennt doch kein rational.


Mein Eltern haben mich nicht beschützt. Nie, soweit ich weiß.
Es ist sogar eher so, dass ich rund um die Uhr bestraft wurde.

Wie sich ja neulich rausgestellt hat, weil ich überhaupt lebe.
Na danke auch.

Jahrelang wurde ich als dummes oder zu lautes Kind betittelt. Das es eben verdient hat, so mies behandelt zu werden.
Alles gerecht, natürlich.


Meine Mutter wurde selber mißhandelt, als sie jünger war.
Aber ist das ein Grund es 1 zu 1 an seine Kinder so weiter zu geben?

Vielmehr denke ich, war es eine Art Erleichterung für sie, ein Ventil. Der aggressive Mann, der sie anschrie, die lieblose Ehe, das Gefängnis, dass sie sich selbst geschaffen hatte. Da kann es doch mal "gut tun" seinen Frust und Ärger an Jemand los zu werden, der schwächer ist und sich nicht wehren kann.

Das ist gerade die neuste These.

Später hat sie mich ja gehasst, weil ich meinem Vater so ähnlich sähe. Hat sie meiner Tante erzählt. Hab ich auch so gewusst und gespürt, danke für nichts.

Der ganze Hate einer unglücklichen Ehe auf das Kind schieben. Wie praktisch. Muss man sich mit nichts auseinander setzten.


Eine weitere These ist noch schlimmer.
Vielleicht hat sie es genossen, wenn es mir schlecht ging und vielleicht hat sie dafür gesorgt.

Heftig. Ich weiß.
Vielleicht war sie auch einfach nur überfordert, konnte deswegen keine richtige Liebe für mich fühlen, hat mich demnach einfach so nebenbei laufen lassen, wie einen unerwünschten Hund eben. So wie ich mich als Kind halt gefühlt habe. Ungesehen, ungewollt, ungeliebt.

Situationen gab es einige. Mir falles konkret ein paar ein.
- ließ mich den Horrorfilm sehen, obwohl viel zu jung
(bemerkte erst spät, dass ich wohl viele alpträume als Kleinkind hatte. wird man nicht wach, wenn das kind im schlaf sich quält? schläft man als mutter nicht immer mit einem auge halb offen, falls was ist?)
- stellte mir gegenstände in den weg, wenn ich nachts schlafwandelte (im stress), damit ich nicht nachts zu ihr kommen sollte, um nähe und sicherheit zu finden. ich sollte hinfallen, aufwachen, mir weh tun und in mein eigenes bett gehen (kindesalter)
- wollte mich nicht in den arm nehmen (weil zu warm, 10 Jahre alt)
- holte mich nicht von der schule ab wie besprochen (ca12 jahre alt) und merkte auch nicht, dass ich nicht nach hause kam. stundenlang.
- verätze mir den rücken mit der falschen creme
und servierte mir glasplitter im essen. bemerkte ich aber früh genug, komisch, dass nur ich glas auf dem teller hatte, sonst niemand (teenie alter)

Ich glaube als sie nicht zur schule kam und ich nicht nach hause, das sollte man als mutter doch bemerken. vielleicht wollte sie es nicht merken. vielleicht war sie abgelenkt, dass kann sein. aber vielleicht genoß sie auch den Gedanken, mir könnte was zugestoßen sein.

Weil dann das Problemkind endlich weg wäre. Der Sündenbock weg und somit auch alle Probleme?

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Dienstag, 31. Dezember 2019
Schnitt in den Finger
oder Empathie-Defizit-Störung.

Es gibt so viel zu schreiben/ sagen/ denken und verarbeiten zur Zeit.

Fangen wir chronologisch an. Weihnachten schnitt ich mich beim Kochen in den Finger. Es war nicht tief, jedoch rutschte ich komplett ab, weil das Messer meiner Oma schärfer war als gedacht. Meine Mutter stand neben mir, etwas weiter, am Waschbecken.

Und wie hat sie reagiert?
Kurz zum Vergleich, ich erzählte meiner Tante am 2. Weihnachtstag auch davon. Sie machte ein beängstiges Zischen, sagte dann "Oh neiiin. Schlimm?". Sprich, sie zeigte Mitgefühl.

Meine Mutter hat an Weihnachten gar nicht reagiert. Null. Nicht mal rüber geschaut. Ich hab dann das Messer weggelegt, bin zu meinem Rucksack gegangen, habe meine kleine Tasche mit allem Nötigen herausgeholt und mir selbst das Pflaster drauf geklebt.

Nicht dass es schlimm wäre, als Erwachsene sich selbst mit einem Pflaster zu versorgen. Aber es ist typisch für meine ganze Kindheit mit dieser Person.

Sie hat kein Mitgefühl, jedenfalls nicht für mich.*


Und so schafft sie es gefühlt eine halbe Stunde über die Intoleranzen der Tochter einer Arbeitskollegin zu reden, weiß genau welche Art das ist usw. aber nicht, dass ich zb keine Süßogkeiten mehr esse. Und auch keine geschenkt haben möchte, seit bestimmt 10 Jahren? Wird ignoriert.

Dafür hat sie eine Obststorte gekauft, die ich mal vor 20 Jahren mochte, aber Augfrund von Reißmagen seitdem nicht mehr essen kann. Hä, wo war sie denn die letzten 20 Jahre bitte?

Ach ja stimmt, nur bei sich selbst!
Und bei den Belangen ihrer Arbeitskollegen.
Als ich ihr erkläre, dass man bei einer Gluten Unverträglichkeit doch sehr gut Einkaufen gehen könnte, es einen ganzen Markt für solche Produkte gibt, wurde sie nur leise. "Achso, ja dann haben die sich vielleicht nicht richtig informiert." Vielleicht haben die sich gar nicht informiert, aber du jammerst mir hier mit dem Scheiß Anderer Leute die Ohren voll.

War nicht das erste mal, bye the way.
Jedes mal die schlimmsten Geschichten, nur um zu untermauern, wie furchtbar das Leben doch ist.

Was dabei auf der Strecke bleibt, ich. Jedes mal.
Egal, ob meine Patentante dabei ist und ich gar nicht reden "darf" oder wir alleine sind und sie ständig aufsteht, rumrennt, sinnlos vor sich herplappert was sie gerade macht "Jetzt gehe ich eine Rauchen, jetzt aufs klo, ich hol was zu trinken."

Um dann bei der Verabschiedung zu jammern "Wann kommst du wiiiiiederrr?!" wie ein Schloßhund.

Aber pardon, es geht hierbei doch einfach nicht um mich. Wenn meine Geschichten nicht angehört werden, egal wie einfach ich sie formuliere.

------------------------------Teil 2------------------------------------
Das ungewollte Kind
oder warum ich lebe.

"Mama hat die Pille heimlich abgesetzt, hat er mir erzählt" sagte meine Schwester einfach mal so zwischen Tür und Angel. Die hat nämlich auch kaum Feingefühl (jedenfalls nicht für mich).

Das war kurz bevor in der Uni alle über ihre Eltern sprachen, wer alles ein Wunschkind war usw wie glücklich alle sind bla.
Ich bin dann einfach gegangen, weil ich es kaum ertragen konnte.

Denn, wenn meine Schwester auf diese Weise gezeugt wurde, dann liegt es nah, dass wir beide so entstanden sind.

In der folgenden Nacht , ich weiß es nicht so ganz genau, bin ich schlafgewandelt. Vielleicht wollte ich aus dem Fenster springen, ich weiß es nicht.

Als ich bei meiner Mutter war, gab sie es dann zu.
Deswegen also dieser ganze Hate, diese furchtbare Ablehnung seitens meines Vaters all die Jahre. Er hat mich immer wie einen Fehler behandelt. Ich erzähle ihr ein paar der Storys. Sie tut erschrocken, hätte nichts mitbekommen. Nur, dass er ja ihr gegenüber auch so gewesen sei.

Ja toll Frau, du hast es dir ja so ausgesucht und den Blödmann zum Heraten gezwungen, ich konnte nichts für diese Situation.

Dann meinte sie, es sei doch gut gewesen, dass mein Vater es wenigstens verusucht hat. Hat er das? Ok, vielleicht 3-4 Jahre, aber dann war es der Horror mit ihm.
Mein halbes Leben wollte ich sterben, weil alle so gemein zu mir waren. Erst später kamen meine eigenen Teenie Probleme dazu. Alles andere kommt wegen denen.

Ein Leben lang wie ein Blödmann, wie ein Fehler oder das Problem behandelt zu werden war bestimmt für alle sehr befriedigend und leicht. Muss man nicht seine eigene Fehler sehen, ist das dumme Kind an allem Schuld.


Jedenfalls gab es am 2. Weihnachtstag ein Geschenk von mei er Tante (wer jetzt dachte ich würde jemals etwas von meiner Mutter geschenkt bekommen, kann lange warten. Wurde abgeschafft, weil die "keinen Bock" hat), ein Fotobuch. Drin ein Foto meines Vaters in jung.

Hab ich noch nie vorher gesehen. Steht da also ein blasser junger Mann, in Lederjacke, mit 3 Tage Bart und schaut lässig cool in der Kamera.

Ja, er war ein Frauenheld, ich erinnere mich an die Geschichten. Verarschte Frauen, fuhr Autorennen. Ein böser Typ, sozusagen. Mit dieser Art von Männern hat man Spaß, die sehen vielleicht noch gut aus, aber die heiratet man doch nicht, weil unzuverlässig.

Genauso wird es gewesen sein. Daneben ein Foto meiner Ma, die wie meine Schwester aussieht. Rundes Gesicht, fleckig rot, unvorteilhaft und nicht wirklich schön. Sie wird sich gefreut haben, so einen "tollen" Mann abbegkommen zu haben, damals. VIelleicht hat es sich wie ein 6er im Lotto angefühlt.
Die beiden heirateten sehr schnell und jetzt wird es kompliziert.

Der Uni Psychologe sagte, man solle das alles nicht 1zu1 glauben. Diese Generation sei von der vorherigen Nachkriegsgeneration stark geprägt. Quasi en Rad ab.

Nach den Erzählungen zwang Mama in zur Hochzeit. Und setzte danach heimlich die Pille ab um schwanger zu werden. Es wurd ein Haus gebaut und sie wurde wieder schwanger (ich). Wir zogen in das Haus und alle gaben sich ein paar Jahre Mühe eine Familie zu spielen.

Bis mein Bruder kam, der dann wirklich ein Wunschkind war (hä? weil Junge?). Dann distanzierte er sich von der Familie und es kam sehr viel Hass und Ablehnung.

Dann flog das Doppelleben und die Affäre auf, er zog aus. Ende. Familie kaputt, alle beschämt. Alle zogen weg und lebten ihr Leben alleine.
Schwester Messi, ständig joblos, viele Ängste, nie eine Beziehung.
Bruder DauerHartz Bezieher, keine Lehre, nur eine Beziehung, direkt ein Kind.

Und ich, irgendwo dazwischen, Kein Messie, viele wechselnde Beziehungen, studiere, halte meine Wohnung sauber.
-----------------------------------Teil 3--------------------------
Hätte, wäre

Mir geht es zur Zeit sehr schlecht.
Ich weine viel und trauere. Habe schlimme Träume.

Der Teil, der das hier alles komplett macht ist noch mein Patenonkel. der mir wie ein Vater war, aber vor 3 Jahren bereits verstorben ist.

Wenn ich Fotos anschaue, von ihm und meiner Patentante ist da dieses warme Gefühl. Es ist Liebe.
Wenn ich ein Foto meiner Eltern ansehe ist da ein anderes Gefühl, es fühlt sich kalt an und leicht widerstrebend.

Wir hatten viel gemeinsam, mein Onkel und ich. Er war auch nicht gewollt und war der einzige, der sich immer für mich eingesetzt und mich verteidigt hat.
Ohne die Liebe und Aufmerksamkeit meiner Patentante und -onkel wäre ich niemals im Leben weiter gekommen.

Und jetzt kommt ein Faktor, der irgendwie alles verbindet oder auch nicht.
Meine "große" Liebe, der Mr. Hatte ihn dieses Jahr nochmal gesehen. Natürlich hat er sich kaum Mühe gegeben, ist nicht zu mir gekommen (zu teuer) oder in ein Cafe gegangen. Ne ne, ich musste zu ihm fahren und in den Park hocken, so wie immer.

Irgendwas mit ihm ist gleich schmerzhaft und gewaltigt, wie die Geschichte mit meinem Vater oder Onkel, ich weiß es nicht.
Etwas, was einen wie betäubt und kaum atmen lässt.

Er hat sich gegen mich entschieden. Ok. Er will immer noch Kontakt, na vielleicht, weil es mir nicht gut tut. Er will immer alles zu seinem Vorteil.

Klingt ähnlich wie mein Vater. Der möchte jetzt Kontakt, weil er Lust dazu hat. Als ich es ein paar mal versuchte zeigte sich schnell, dass er mich nach wie vor nicht schätzt und es nur ums Gelaber geht ("Meine Tochter war zu Besuch."), ähnlich wie bei meiner Ma.

Irgendwie sind diese Schmerzen miteinander verbunden. Ich weiß nur noch nicht wie.

Und weil heute der letzte Tag des Jahres ist, gebe ich mich Tagträumen hin.
Wie würde es wohl aussehen, wenn der Mr mit mir zusammen wäre?

Nun ja, er arbeitet nicht. Ist keine gute Partie. Er ist mega geizig und ungepflegt. Er ist oft unzuverlässig und flunkert.
Ein Leben mit ihm, egal wie schön man es erzwingen wollen würde, würde wohl nicht klappen.

Wie willst du dir mit Jemand was aufbauen, wenn der unehrlich ist? Wie willst du Kinder groß ziehen, wenn der nur am Kiffen ist?

Dieses ganze "Märchen", das Happy End, was man sich im Kopf zusammen spinnt - Wohnung in guter Gegend, später Häusschen zur Miete etwas außerhalb. Endlich Wurzeln schlagen, er und ich - ist Müll. Wird nie so geschehen.

Ich muss da mit dem Psychologen drüber reden. Der ist auch Beziehungsratgeber oder so. Diesen Knoten lösen.
-------------------------------------------------------------
* Es gab noch öfters Situationen, in denen sie nicht für mich da war.
Als ich krank war, Anfang des Jahres, kam sie nicht mal vorbei um nach mir zu schauen. Ich sollte zu ihr fahren, mit ihr einkaufen gehen, ihre Wohnung putzen usw. Obwohl ich mich kaum auf den Beinen halten konnte.

Als ich fragte, ob sie mir was zu Nikolaus schenkte meine sie nur "Wieso sollte ich?".

Als ich mit Fieber noch zu Hause krank flach lag, legte sie den Hund dazu, ging arbeiten und meinte "Der Hund passt auf dich auf." Medikamente, Führsorge oder sonstwas gab es nicht.

usw usw usw.

-------------------------------------Nachtrag....................
Früher hätte ich jetzt gedacht, ich müsse nur härter sein. Wenn das Leben so hart ist für mich und keiner da.... musst du das ausgleichen, wie ein Soldat, alles alleine durchziehen.

Keine Schwächen zeigen, doppelt so perfekt sein.

heute weiß ich, dass ich mir selbst und dem Leben umsomehr mit Liebe begegenen muss, um diesen Schiefstand auszugleichen. Es liegt nicht an mir. Es ist nicht mein Fehler.

Ich bin toll so wie ich bin. DIE sind das Problem. Nicht ich.
Und umso schlimmer die zu mir sind, umso lieber muss ich mich selbst behandeln. Fürsorge beachten. Ruhezeiten.

Aber es ist so anstrengend. Ich wünschte es wäre alles normaler und nicht so eine Belastung.

Vielleicht sollte ich den Kontakt ganz abbrechen. Oder ich finde einen guten Umgang. Wer weiß.

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Samstag, 28. Dezember 2019
Die wollen keine richtige Famile sein.
Die sind unehrlich und unaufrichtig.
Kein guter Umgang für mich.

Diese Leute meiden, Kontakt kurz halten. Auf ein Minimum, das ich selbst gestaltet habe.

Nicht auf Jammern eingehen.
Die einfach ihren Kram machen lassen und ich meinen.
Kraft dafür nehmen, sinnvoller.

Böse gesagt, die haben meine Liebe und Aufmerksamkeit nicht verdient, weil nichts zurück kommt.

Akzeptieren, wie es ist und die sind.

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Freitag, 27. Dezember 2019
Weihnachtsmemo
Der ganze Stress lohnt nicht wirklich.
Egal wie viel Mühe gibt, die ziehen nicht richtig mit.
Stellen sich an oder quer, weil da nicht viel emotional zu holen ist.

Einfach akzeptieren und andere Quellen für festliche Stimmung suchen.

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Montag, 2. Dezember 2019
Teil 1- runter kommen

Ok, Unistress und viel zu tun vermischen sich mit alten Emotionen. Versuche dich zurücl zuziehen, gut zu dir zu sein, Pausen zu gönnen, nicht zu viel zu machen.

Es ist keine Schwäche auch mal schwach zu sein, sondern menschlich.

Hierbei geht es an deine Ur-Angst, das Thema, welches am tiefsten in deiner Seele brennt, solange du lebst.

Es ist ok und verständlich, dass du müde und kaputt bist, Heißhunger auf Süßes hast. Es ist voll ok.

Schau, wenn wir das jetzt teilweise gelöst bekommen, könntest du vielleicht irgendwann eine Beziehung führen. Eine entspannte Beziehung auf Augenhöhe, ohne alten Schmerz. Es lohnt sich also, Morgen zur UniPsychologin zu gehen.

Atme tief ein und aus. Alles wird gut. Du machst wirklich alles ganz fabelhaft. Dein Geld, dein Studium, du kümmerst dich um alles, bist aktiv und fleißig.

Fall jetzt bloß nicht wieder auf halbgare Typen rein, die dich nur runter ziehen. Diese, die sich nicht melden, weil sie beziehungsgestört sind. Das hat nichts mit dir oder deinem Wert zu tun! Da ist, weil die gestört sind, nicht du!

Teil 2 - das Problem
Ok, stell dir vor eine Freundin hätte das Problem. Nennen wir sie mal Mia.

Mias Eltern haben sehr früh und total verliebt geheiratet. Sie dachten, "Das ist der Mensch fürs Leben.". Doch Mias Vater wollte keine Kinder, bis es dann einfach so kam.

Szenario1 Mias Vater wollte eigentlich keine Kinder, ist erst etwas wütend, dann aber von dem Kind verzaubert. Er freut sich und merkt, dass er damit glücklich ist. Er geht in der Rolle auf.

Szenario2 Mias Vater will das Kind immer noch nicht und trennt sich von der Mutter.

Szenario3 Mias Vater versucht es erstmal. Merkt aber nach ein paar Jahren, dass er diese Rolle nicht füllen kann. Satt zu gehen, zieht er sich immer mehr zurück und lässt seine Unzufriedenheit an Mia und ihrer Mutter aus.

Das nennt man seelischen Mißbrauch.Weil besonders Mia nichts für diese Situation kann.

Mias Mutter meinte jetzt, sie solle doch froh sein, dass ihr Vater es versucht hätte, obwohl er gegen seinen Willen Vater wurde. -> Nein, es bleibt seelischer Mißbrauch und nicht ok.

Mias Mutter beichtet, dass die heimlich die Pille abgesetzt hat und deswegen schwanger wurde. Es erklärt diese unglaubliche Wut und Ablehnung, die Mias Vaters an ihr immer wieder ausließ.
-> aber es legetimiert sie nicht! Er hätte auf die Mutter wütend sein sollen/ können und nicht auf das Kind!!!!!

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Sonntag, 1. Dezember 2019
ich will es unbedingt schaffen, das Studium, in den Job kommen, abgesichtert sein.

ich will eine schönere Wohnung haben.
ich will endlich glücklich sein :/

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Donnerstag, 28. November 2019
etwas fehlt immer...
Erste Prüfungsphase erfolgreich absolviert.
Dennoch, irendwas klemmt gerade.

Es ist das alte Thema, bei viel Stress reißen alte Wunden auf. Alles ist miteinander verknüpft. Prüfungen = Stress = Angst vorm Scheitern = Angst vor meinem Vater deswegen bestraft zu werden

Und noch etwas fällt auf, jedes mal wenn es mit nem Typ nicht so 100% läuft, er kein richtiges Interesse zeigt oder direkt antwortet, fühle ich mich mies. Ist vllt normal?
Sind vllt immer die falschen Menschen oder bin ich da zu sensibel?

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Montag, 25. November 2019
Wie gedacht
War zu schön, um wahr zu sein.
Die Stille vorm Sturm, mal wieder. Leider.

Es ging um Wunschkinder in der Uni.
Ich bin kein Wunschkind. Das weiß ich und wusste es schon immer. Habe es stets zu spüren bekommen.
"Papa hat gesagt, Mama hat heimlich die Pille damals abgesetzt, um schwanger zu werden."

Das Gespräch der Kommilitonen zerreißt mir fast das Herz.
Wie glücklich alle mit ihren Wunsch- oder Überraschungskindern waren/sind.
Meine Eltern waren es nie und ich auch nicht.

Nachts ein komisches Geräusch, ein Traum?
Morgens werde ich wach und habe so etwas noch nie erlebt.
Ich bin nicht nur ein bisschen schlafgewandelt, sondert habe mein Bett verschoben, die Vorhänge geöffnet.
Aber warum?

War da etwas nachts laut vorm Fenster?
Oder wollte ich raus springen?

Bei schlimmen Stress schlafwandel ich manchmal. Eigentlich nur in Ausnahme Situationen, wenn ich es kaum aushalten kann. So sucht sich der Stress seinen Weg.

Ich treffe Maßnahmen, schiebe das Bett wieder an die Wand, fixiere den Vorhang abends am Fenster. Es funktioniert, trotzde werde ich noch nachts wach, schlafe nicht richtig durch. Bekomme Panik, liege dann halbwach, in einem dunklen Raum und weiß nicht wo ich bin. Fühle mich ausgeliefert.

Treffe weitere Maßnahmen. Lichterkette ans Bett, besser erreichbar. Immer mit kurzer Hose schlafen, um sich nicht ausgeliefert zu fühlen.
Ich wandere nur noch einmal nachts zum Fenster, aber nur um zu sehen wo ich bin. Die Fixierung am Vorhang schnellt zurück, es klappt,ich werde wach.

Seitdem wandere ich nicht mehr.
Habe den Vorfall meine Mama erzählt.

Denn sie "bricht ihr Schweigen", wir beide Töchter sind nur durch ihre Arglist entstanden.
"papa wollte garkeine Kinder." sagt sie dann, "Dafür kann man ja froh sein, dass er es wenigstens versucht hat."

Ja? Muss ich das? Mir geht es danach noch schlimmer.
Ich muss dringend zur UniPsychologin gehen. Das ist mir zu viel.

Ich werde direkt krank, liege tagelang zu Hause flach.
Mama fand unser Treffen schön, sie merkt einfach nicht wie sie mich verletzt hat, hat zu wenig Empathie und Mitgefühl.

Die Frage ist, wie gehe ich jetzt damit um?

Meine Ausgangssituation war:
- die haben es versucht, konnten es aber nicht besser
- haben ihren Frust an mir ausgelassen, Mama durch Überforderung, Papa weil er ein Arschloch ist
- die haben beide schlimme Sachen selber erlebt, was zwar ein Grund aber keine Entschuldigung ist

Mama gibt sich jetzt Mühe, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, immerhin
Papa ist nach wie vor ein egoistisches Arschloch, es dreht sich immer nur um ihn, er geht weder auf mich, noch auf meine Wünsche ein. Er schätzt mich nicht, sondern gibt immer wieder seine Verachtung zum Äußeren. -> meiden! Den brauche ich im Leben nicht. Macht nur krank und Leben schwer.

Situation neu
Papa wurde hintergangen und gegen seinen Willen Vater
wer hat jetzt "Schuld", dass er so scheiße zu mir war?
- mama weil sie arglistig war? und auch später nichts verhindert hat?
- papa weil er einfach ein schlechter Mensch ist?
- keiner, doof gelaufen

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Mittwoch, 6. November 2019
wenn ich wenig schreibe
gehts mir gut.

Auf wenn es kaum noch Leser gibt, will ich es kurz vermerken.

Mein Leben läuft echt ganz gut. Will es aber nicht zu laut sagen, es nicht damit kaputt machen, lieber etwas zurückhaltend sein...

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Dienstag, 15. Oktober 2019
Durchwachsen
So, Uni läuft wieder. Habe viele Kurse gewählt, um alles auf die Reihe zu bekommen.

Und genau da liegt das "Problem", ich mache mir unheimlich viele Sorgen. Werde ich alles schaffen? Was mache ich, wenn das Bafög aufhört? Nehme ich ein "rollendes Stipendium"? Ist ja eigentlich nur ein Darlehen. Reicht jobben nicht aus?

Muss ich aus dem 1. Semester einen Kurs alleine machen?
Denn fast alle Kurse wurden ab diesem Jahr geändert :`(

Uff, ziemlich undurchsichtig.

Familie löuft, joa stabil, soweit.
Man darf keine Wunder erwarten. Meine Ma plaudert nach wie vor Geheimnisse aus, redet schlecht über Menschen, ist undankbar...

Haben viel Gruppenarbeit zur Zeit und Ausflüge. Ausflüge passen mir aber gar nicht in den Kram, weil ich ja zwei Semester gleichzeitig machen will.
Mega blöd.

Und so bin ich zwar wieder total müde, kann aber einfach nicht schlafen. Liege bis nachts gegen 1 im Bett herum und wache um 6.30 wieder auf. Zu viel im Kopf, zu wenig Entspannung.
Dabei war ich spazieren und so.

Aber gerade WEIL die Gruppenarbeit nicht rund läuft, bleibt vieles in meinem Kopf liegen. Dinge, die noch zu tun sind.

Ich wei0 ganz genau, dass sonst Niemand in der Uni im Stress ist. Weil alle entspannt ran gehen, nebenbei Urlaub planen, ihr soziales Leben beibehalten. Das fällt mir unheimlich schwer, zu sagen "Ne heute Freunde was machen, dann Uni eben in der Restzeit, geb ich halt ab, was ich geschafft hab, wird schon reichen."

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Freitag, 4. Oktober 2019
Traum Pläne
Glaube ich habe es schon mal geschrieben, aber vllt lohnt es sich es öfters fest zu halten.

Wenn ich so könnte wie ich wollte, quasi mein Traumstudium/ Zeit...

Ich würde, wie Andere, jobben gehen, um nicht vom Bafög abhängig zu sein. Ich hätte keinerlei Zeitdruck mehr, könnte Kurse in meinem Tempo belegen und auch andere nur aus Interesse belegen.

Ich hätte mehr Zeit zum Reisen. Aber wahrscheinlich nicht das Geld?

Ich würde für eine Zeit nach Frankreich gehen, vielleicht sogar in die eine Gastfamilie, bei der ich schonmal kurz zu Besuch war. Dort würde ich wieder Französisch lernen.

Auch würde ich mal mit dem Rucksack nach England reisen, um dort zu schauen, wie gut ich durchkomme/ vllt in einer Wg leben, nen Sprachkurs besuchen, jobben oder so.

Ich könnte Praktika machen, auch woanders, vllt in Berlin oder so. Und da ne Zeit lang leben.

Ein Auslandspraktikum in Österreich (eigentlich wollte ich Schweiz, ist wohl so kompliziert), könnte ich machen. Das Gehalt (gibt es das überhaupt?) würde für mein WG Zimmer reichen, meine eigentliche Wohnung hätte ich untervermietet.
Ich würde das gerne für 2-3 Monate machen, meist wird aber für 6 gesucht.

Ich würde Kurse belegen in CAD, VR, Kunstgeschichte und Konservierungstechnik (!).

Alle wichtige Ländern in Europa hätte ich schon, loq budget, besucht.

Am Ende wäre ich als Werkstudent angestellt und würde so Erfahrungen sammeln und könnte nen hören Stundenlohn verlangen später.

Mit meinem Freund oder sonstwem, würde ich dann auch mal für ne größere Reise sparen. New York.

Nach meinem Studium würde ich dann in eine schönere, größere Wohnung ziehen. Alles hätte sich gelohnt. Ich wäre viel sicherer, im Umgan mit meinem Fach und den Menschen.

Traumleben.

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Dienstag, 1. Oktober 2019
Als ich den einen Bekannten wieder getroffen habe, wurde mir erst so richtig bewusst, wie diese Land Mentalität ist.

Ein Gespräch am WE spiegelt es auch ganz gut wieder.
Ich "Es gibt hier immer noch kein Falafel."
Er "Wat is dat denn? Isch kenn nur Waffel!"
ich hab so gelacht.

Aber wie der Waflle Typ, so in etwa war auch der Bekannte. Irgendwie rau und eckig. Wie ein buckliger Stein.

Vielleicht oder wahrscheinlich war ich früher auch so.

Der Handwerker bei einem Date meinte mal, er habe sich mit einem Mädchen ne Zeit lang getroffen und ihr dann vorgeschlagen "Mal ne Unterhose und Zahnbürste" mit zu bringen.

Erst durch diese Begegnungen ist mir mein Wandel bewusst geworden. Früher hätte ich das alles normal gefunden. Heute finde ICH es grob und ungeschickt - wie mich eben früher die Leute wahrgenommen haben.

Ich musste mich so viel und immer wieder reiben, an anderen Menschen, an Situationen, um so zu werden, wie ich jetzt bin.
Vergisst man ja öfters, dass man einen Prozess erlebt hat.

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Sonntag, 29. September 2019
yeah man!
Muss ja auch mal gute Einträge geben hier...

Heute bin ich recht glücklich, denke ich.
War unterwegs, familiär bedingt.
Wenns nicht die nahe Familie ist, läuft es ganz gut.
Kaum Ärger oder Streit. Einfach ne gute Zeit.

In der Uni lief es auch gut. Erste Noten kamen. Alle gut soweit.
Haben einige Kurse zusammen, mit anderen Gruppen, da gibt es eine größere Durchmischung und neue Gesichter.

Haben uns auf einem Ausflug schonmal etwas näher kennen gelernt. Alle nett soweit.

Sorgenkinder sind meine Geschwister. Leider.
Kein Wunder, dass die nicht wussten wie es meinen anderen Verwandten vom Land geht, die haben sich selbst nicht bei denen gemeldet. Haben die mir aber nicht so gesagt, sondern nur "Keine Ahnung."

Schwester depressive Phase. Hat die Pille abgesetzt, vielleicht deswegen? Macht einen labilen Eindruck. Tumor ist zurück. Geht ins KH diese Woche, große Op, vielleicht muss alles weg, Unfruchtbarkeit.

Bruder meldet sich bei Niemanden. Auto kaputt, fährt aber trotzdem damit einkaufen. Sonst gibt es ja da nichts, wo er wohnt. Keiner hilft ihm, außer meiner Tante. Meinen Eltern ist er egal, so wie wir alle im Grunde.

Und ich habe keine Kraft, um ehrlich zu sein. Weil ich meine ganze Kraft, meine Nerven und alles für die Uni brauche, für meinen Weg. Damit mein Leben gut vorran kommt.
Es klingt so grausam, irgendwie, aber ich habe kaum Ressourcen, um ihm zu helfen. Er hat auch nicht nach Hilfe gefragt...

Hätte ich einen Job, ein Auto und alles, dann würde es anders aussehen. Wenn man Feierabend hat und freie Wochenenden.
Hab ich oft ja einfach nicht.

Meine ganze Aufmerksamkeit soll meiner Zukunft gerichtet sein. Das Maximum aus der Unizeit rausholen. Viel lernen, sehen, erforschen. Spaß haben. Arbeiten bis nachts. Nebenbei Hobbys ausüben, ausgehen, flirten, zum Sport...leben.

Scheiße, dass nicht beides zusammen geht, irgendwie.
Das macht mich dann wieder etwas traurig. Aber wir hatten ja alle die gleichen Startbedingungen...

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Montag, 23. September 2019
Morgen fängt die Uni wieder neu an und ich habe etwas Angst.

Habe heute dem Prof in ner Mail nach dem Stundenplan etc gefragt und das wurde in der Zwischenzeit hochgeladen. Hatte ich aber nicht gesehen. Hatte aber jeden Tag danach geschaut.
Blöd überschnitten, dem vllt egal?

Ich kann sowas nie richtig werten. Ist das jetzt ne dumme Frage gewesen oder nicht? Hinterlässt sowas einen schlechten Eindruck?

Hoffentlich sind die neuen nicht so jung und blöd.
Hoffentlich komme ich gut mit allen klar...

Immer diese Zweifel. Immer diese Unsicherheit, bei komischen Blicken oder Worten.

Ich versuche mal ruhig zu bleiben. Aber jetzt fühle ich mich blöd.

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Letzte Aktualisierung: 2020.02.21, 09:27
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