die, die das Wasser liebt
Freitag, 20. September 2019
Vaterkomplexe
Immer wenn ich Klausuren in der Uni (oder Schule) schreibe, bekomme ich im Vorfeld oder danach Albträume.
Das ist bereits bekannt und nichts neues.

Die Träume wurden auch im Laufe der Zeit immer weniger.

Zum Teil ging es um meine Familie. Irgendwie sind Stress und Prüfungsangst mit dem Druck meiner Familie gekoppelt.

Nun kam ich abends von einem langen Prüfungstag nach Hause und hatte wirkliche körperliche Schmerzen.
Mir tat alles weh und ich fühlte mich aufgedreht und mpde zugleich, der Stress wollte einfach nicht weichen.

Ich überlegte, früher war es so, dass ich bei schlechten Noten mit Liebesentzug, Mißachtung und zahlreichen Bestrafungen "belohnt" wurde. Die schlimmste Drohung dabei, irgendwann ins Heim zu müssen, weil ich ein so dummes und böses Kind sei. Ganz früher hatte ich auch Angst von meinem Vater einfach verprügelt zu werden, weil er groß und laut war. Angsteinflößend.

Die Angst blieb, bis heute. Obwohl ich schon Ü30 bin.
Sie sitzt tief in meiner Seele und wahrscheinlich auch in meinem Körper fest.

Jedenfalls gibt es da noch einen immer wiederkehrenden Traum, den von einem Hundeangriff. Dieser Traum kam in der Nacht, nachdem ich an meinen Vater und die Angst vor ihm gedacht hatte.

Der Hundetraum ist immer ähnlich, ein großer, dunkler Hund, manchmal sehr zottelig, sieht mich, bricht aus und versucht mich tod zu beißen. Da ich den Traum aber schon kenne, sprinte ich direkt immer gleich los, sobald ich einen Hund im Traum sehe und klettere irgendwo drauf, in der Hoffnung, er könne nicht so weit nach oben schnappen.

Da ich als Kind etwas öhnliches erlebt habe, dachte ich immer es kommt daher. Als letztens hier ein größerer Hund laut und bedrohlich gebellt hat, blieb mein Herz stehen. So in etwa.

Aber nun musste ich feststellen, dass die Angst vor dem unkontrollierten Hund eigentlich wohl die Angst vor der unkontrollierten Wut meines Vaters ist. Bzw es sich eigentlich ganz gleich anfühlt.

Jedes mal habe ich Angst um mein Leben und Wohlergehen. Ich habe Angst wieder verletzt zu werden und echte Panik. Ich versuche wegzulaufen, mich zu verstecken und schützen aber der Angreifer ist zu mächtig und zu unkontrolliert, er kommt aus dem Nichts, ist aggressiv, wütend und schädigend.

Ich zwinge mich dann irgendwann selbst aufzuwachen oder wache vor Schmerzen auf. Teils Mitten in der Nacht.

Es ist "witzig", dass ich scheinbar nie diese beiden Sachen in Verbindung setzten konnte, es nicht gesehen habe. Aber scheinbar hat sich da etwas verschoben...mein zorniger, toxischer Vater als böses, wildes Tier?

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Letzte Aktualisierung: 2019.12.02, 16:15
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