die, die das Wasser liebt
Mittwoch, 1. Januar 2020
ein alter Film
läuft eben im Fernsehn. In petto sind alte Erinnerungen.

Der Film ist laut Internet ein Horrorfilm und kam 1993 raus.
Und ich habe ihn damals gesehen...mit 5 oder 6 Jahren.

Obwohl dieser Film erst ab 12 freigegeben ist. Wir hatten ihn auf Kassette oder so. Der ältere Nachbarsjunge hatte ihn gesehen und fand ihn so toll, glaube ich. Meine Schwester war demnach so 9 oder 10 Jahre alt un der Junge 12 oder 13.

Ich war ein Kindergartenkind.

In der ersten Szene stirbt Jemand. Ich meine mich zu erinnern, wie ich dann den Raum verlassen musste. Nach dem Motto "Die stellt sich wieder an.". Später konnte ich den Film mit den anderen weiter schauen. In den folgenden Todesszenen hielt man mit die Augen zu und erklärte, dass es ja alles ein Film sei und man ja eh keine brutalen Stellen sehen könne.

Ich wiederhole, ich war ein Kindergartenkind.
Und ich hatte schreckliche Alpträume, für sehr lange Zeit.

Welch schwachsinnige Erklärung, selbst heute schaue ich keine Horror Filme, egal ob die blutig sind oder nicht. Der größte Grusel findet doch IM Kopf statt!!


Wie konnten meine Eltern nur so zu mir sein?
Dass ich damals so traumatisiert war, wurde mir erst Jahre später, als ich nochmal in der alten Gegend zu Besuch war und dort schlief. Plötzlich waren die alten Ängste wieder da.
Egal, ob rational oder nicht. Mensch, ein Kind kennt doch kein rational.


Mein Eltern haben mich nicht beschützt. Nie, soweit ich weiß.
Es ist sogar eher so, dass ich rund um die Uhr bestraft wurde.

Wie sich ja neulich rausgestellt hat, weil ich überhaupt lebe.
Na danke auch.

Jahrelang wurde ich als dummes oder zu lautes Kind betittelt. Das es eben verdient hat, so mies behandelt zu werden.
Alles gerecht, natürlich.


Meine Mutter wurde selber mißhandelt, als sie jünger war.
Aber ist das ein Grund es 1 zu 1 an seine Kinder so weiter zu geben?

Vielmehr denke ich, war es eine Art Erleichterung für sie, ein Ventil. Der aggressive Mann, der sie anschrie, die lieblose Ehe, das Gefängnis, dass sie sich selbst geschaffen hatte. Da kann es doch mal "gut tun" seinen Frust und Ärger an Jemand los zu werden, der schwächer ist und sich nicht wehren kann.

Das ist gerade die neuste These.

Später hat sie mich ja gehasst, weil ich meinem Vater so ähnlich sähe. Hat sie meiner Tante erzählt. Hab ich auch so gewusst und gespürt, danke für nichts.

Der ganze Hate einer unglücklichen Ehe auf das Kind schieben. Wie praktisch. Muss man sich mit nichts auseinander setzten.


Eine weitere These ist noch schlimmer.
Vielleicht hat sie es genossen, wenn es mir schlecht ging und vielleicht hat sie dafür gesorgt.

Heftig. Ich weiß.
Vielleicht war sie auch einfach nur überfordert, konnte deswegen keine richtige Liebe für mich fühlen, hat mich demnach einfach so nebenbei laufen lassen, wie einen unerwünschten Hund eben. So wie ich mich als Kind halt gefühlt habe. Ungesehen, ungewollt, ungeliebt.

Situationen gab es einige. Mir falles konkret ein paar ein.
- ließ mich den Horrorfilm sehen, obwohl viel zu jung
(bemerkte erst spät, dass ich wohl viele alpträume als Kleinkind hatte. wird man nicht wach, wenn das kind im schlaf sich quält? schläft man als mutter nicht immer mit einem auge halb offen, falls was ist?)
- stellte mir gegenstände in den weg, wenn ich nachts schlafwandelte (im stress), damit ich nicht nachts zu ihr kommen sollte, um nähe und sicherheit zu finden. ich sollte hinfallen, aufwachen, mir weh tun und in mein eigenes bett gehen (kindesalter)
- wollte mich nicht in den arm nehmen (weil zu warm, 10 Jahre alt)
- holte mich nicht von der schule ab wie besprochen (ca12 jahre alt) und merkte auch nicht, dass ich nicht nach hause kam. stundenlang.
- verätze mir den rücken mit der falschen creme
und servierte mir glasplitter im essen. bemerkte ich aber früh genug, komisch, dass nur ich glas auf dem teller hatte, sonst niemand (teenie alter)

Ich glaube als sie nicht zur schule kam und ich nicht nach hause, das sollte man als mutter doch bemerken. vielleicht wollte sie es nicht merken. vielleicht war sie abgelenkt, dass kann sein. aber vielleicht genoß sie auch den Gedanken, mir könnte was zugestoßen sein.

Weil dann das Problemkind endlich weg wäre. Der Sündenbock weg und somit auch alle Probleme?

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Letzte Aktualisierung: 2020.04.07, 11:42
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